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Sergej Ovsejevitsch gewinnt zum dritten Mal das Äskulap-TurnierVon Mittwoch bis zum Sonnabend stand das Wichernhaus ganz im Zeichen des Denksports.von Christian Brauer
25. ÄSKULAP-TURNIERDie Veranstaltung war für den gastgebenden SV Görlitz 1990 und die Stadt ein voller Erfolg: 92 Teilnehmer aus der Ukraine, Russland, Litauen, Kroatien, Polen und Deutschland, darunter 17 Titelträger, nahmen am Äskulap-Turnier teil. Der Turnierverlauf war spannend und abwechslungsreich. Vor der letzten Runde lagen die beiden Großmeister aus der Ukraine Sergej Ovsejevitsch und Vladimir Sergeev, sowie ganz überraschend Dominik Jäger - ein Nachwuchsspieler vom Drittligisten Rochade Magdeburg - mit je fünf Punkten an der Tabellenspitze. Die Spitzen-Paarungen der letzten Runde lauteten Ovsejevitsch - Jäger und Sergeev - FIDE-Meister Cliff Wichmann. Ovsejevitsch war haushoch favorisiert, Sergeev gegen Wichmann nicht ganz so deutlich, dennoch klar. Die ersten Drei fast gleichaufAber in dieser letzten Runde wirkten die Ukrainer weniger konzentriert. Die beiden Deutschen nutzten die Gunst der Stunde: Jäger hielt ein Remis und Wichmann besiegte den Großmeister. So kam das Trio Ovsejevitsch, Wichmann und Jäger auf jeweils 5,5 von sieben möglichen Punkten. Sergej Ovsejevitsch hatte in den Runden zuvor klar die stärkeren Gegner und gelangte dann auch verdient über die so genannte Feinwertung (32,0 Buchholz-Punkte) auf den ersten Platz. Cliff Wichmann kam mit 29,5 Buchholz-Punkten auf Platz zwei. Da er für Nickelhütte Aue spielt, konnte er auch die Ehrung als Sächsischer Meister entgegennehmen. Er wird Sachsen bei der Deutschen Einzelmeisterschaft vertreten. Die größte Überraschung des Turniers war zweifellos Dominik Jäger. Mit 28 Buchholz-Punkten kam er auf Platz drei. Laut Starterliste wurde er mit einer Elo-Zahl von 2 057 auf Platz 47 erwartet. Weitere Platzierungen: 4. GM V. Sergeev (Ukraine), 5. GM R. Rabiega (D/Berlin), 6. IM Z. Ksieski (Polen), 7. FM T. Schunk (D/Leipzig), 8. IM G. Bogdanovich (Russland), 9. FM O. Spirin (Russland), 10. IM D. Muse (Kroatien), 11. IM D. Stets (Ukraine), 12. FM M. Stolz (D/Magdeburg), 13. L. Sopur (Polen), 14. Ch. Natsidis (D/Leipzig), und 15. IM V. Dambrauskas (Litauen) alle 5 Punkte. (Fett gedruckt der Zweit- und der Drittplatzierte der sächsischen Einzelmeisterschaft.) APOTHEKEN-TURNIERAuch das 6. Apotheken-Turnier, das international weniger erfahrenen Spielern mit einer Wertzahl von weniger als 1800 vorbehalten ist, endete mit einem Punktgleichstand an der Tabellenspitze, so dass auch hier die Wertung entscheiden musste. Ergebnis: 1. K. Gutsche (TSV Spitzkunnersdorf) 2. H.-J. Liedmann (SF Leipzig-Südost), 3. V. Rothnauer (SC 90 Niesky), 4. P. Peschel (SC Hoyerswerda), 5. E. Dreyer (Löbauer SV), 6. A. Krakow (SV Görlitz 1990), 7. J.-E. Meißner (Treptower SV), 8. A. Bulano (Löbauer SV). Ein besonderes Lob für die ausgezeichnete Organisation und den reibungslosen Ablauf gebührt dem gesamten Organisatoren-Team, allen voran den Turnierleitern Thomas Liebs und Bernd Kießlich sowie Günter Pätzold, der vor 25 Jahren diese Veranstaltung gemeinsam mit Jürgen Günzel aus der Taufe gehoben hatte und bis heute organisatorisch alle Fäden in seinen Händen hält. Für seine großen Verdienste für diese Veranstaltung und das Schach überhaupt wurde Günter Pätzold zu Beginn des Turniers mit der Ehrennadel des Schachverbandes Sachsen in Gold ausgezeichnet. Quelle: Sächsische Zeitung vom 25. März 2008
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